Das Relotius-Magazin und seine verleumderischen Attacken gegen den amerikanischen Botschafter
  

Von Orit Arfa

Offenbar ist der Reporter des ehemaligen-Nachrichtenmagazins-jetzt-Boulevardblattes „Der Spiegel“, Konstantin von Hammerstein, eine langweilige und böswillige Person, der Richard Grenell, dem US-Botschafter in Deutschland, an den Karren fahren will. Seine Lieblingsbeschäftigungen sind vermutlich spießige Empfänge mit Häppchen bei Kanzlerin Merkel und anderen deutschen Politikern. Er ist versessen darauf mehr Leser zu bekommen – daher sein Versuch Grenell runterzumachen, denn Grenell ist eigentlich der angesagteste Typ der Stadt.

Jeder, der schon einmal die Residenz des Botschafters besucht, mit ihm zu Abend gegessen oder eine seiner Partys besucht hat, (wie die Feier der Botschaft am 4. Juli, wo wir uns zum ersten Mal getroffen haben) weiß, dass er ein Mann mit einer herausragender Fähigkeit, auf Menschen zu zugehen, ist; etwas, mit dem viele Deutsche nichts anfangen können. 

Bei einer Weihnachtsfeier in seiner Residenz nahmen Politiker, Journalisten, Wirtschaftsfachleute und einfach nur interessante Menschen aus dem ganzen politischen Spektrum teil, die sich wunderbar miteinander unterhalten und amüsieren konnten.
Grenell gehört zu der Sorte von Diplomaten, die jedem im Raum das Gefühl geben wichtig zu sein – und er meint das auch so. Vielleicht sieht er wegen seines christlichen Glaubens das Göttliche in jedem Einzelnen, in Freunden und Feinden gleichermaßen. Während meines Interviews mit dem überzeugten Freund Israels für die Jüdische Rundschau war ich von seiner Ehrlichkeit, Freundlichkeit und sozialem und politischem Feingefühl beeindruckt…und von seiner Lässigkeit.

In seinem Hetzartikel zeichnet Graf Hammerstein durch ungenannte (alias feige) Quellen von Grenell das Bild eines isolierten, in Berliner Politkreisen unliebten Diplomaten. Der Beweis? Der deutsche politische Mainstream hat seine Einladung zu einer Halloween-Kostümfeier in seiner Dahlemer Residenz abgelehnt, wo sich die Gäste als „Superhelden“ verkleideten. 



„Oh mein Gott! Kannst Du dir vorstellen, dass Grenell sooooo unpopulär ist? Gehst Du überhaupt zu seiner Party? Oh mein Gott, da gehen wir sooooowas von nicht hin.“

In Wirklichkeit waren nur vier Regierungsmitglieder eingeladen. Die beiden, die letztendlich kamen, waren zwei junge Sozialdemokraten; die anderen beiden waren zu dem Zeitpunkt gar nicht in der Stadt.

Es scheint fast, als ob jemand vom „Spiegel“ Grenell stalken würde, denn sie haben ihm auch vorgeworfen, dass er am jährlichen Treffen der Autoren der „Achse des Guten“ (Achgut.com) teilgenommen hat (es war eigentlich eher ein kurzes „meet and greet“, ich war selbst ebenfalls dabei), einer sehr bekannten Nachrichtenseite, die Fake News demaskiert, moralische Fehltritte der deutschen Regierung und islamischen Hass und Gewalt aufdeckt (was für den „Spiegel“ natürlich eine lasterhafte Haltung ist).

In Wahrheit dreht sich der Wind, und der „Spiegel“ weiß es: Deutsche Medien verzweifeln. Die Mainstream-Medien und linksgerichteten Intellektuellen sind nicht mehr die „Coolen“. Grenell und seine Förderer sind die intellektuelle Avantgarde, sie sind ethisch, sie sind die Bohemiens, sie sind interessant und lustig.

Seiner Natur als recherche-armes Klatschblatt treu bleibend, befasst sich der „Spiegel“ vor allem mit Grenells gesellschaftlichem Leben, wobei bei einem Botschafter eigentlich vorrangig die Ergebnisse seiner Arbeit zählen. Der Fall ist klar: der „Spiegel“ nimmt Rache, weil Grenell die anti-amerikanische, anti-Trump- und pro-iranische Haltung des Magazins entlarvt hat.

Grenell kämpfte an vorderster Front gegen den skandalösen Fake-Reporter Claas Relotius vom „Spiegel“, der Geschichten über Amerika erfunden hatte, um das Land in ein schlechtes Licht zu rücken. Er empörte sich außerdem über eine Redaktion, die ihrem Reporter diese Rufmord-Versuche gegen eine ganze US-amerikanische Stadt durchgehen ließ. Das brauchte Mut, weil Grenell für das objektiv Gute kämpfte und sich nicht um die wurstigen Partys kümmert, wo die deutschen Eliten sich versammeln, um sich wichtig zu fühlen und sich wegen ihrer fehlenden Small-Talk-Fähigkeiten gegenseitig langweilen. Der „Spiegel“ wollte nicht in sich gehen und griff stattdessen Grenell mit Schüssen unter der Gürtellinie an.

Deutsche politische Eliten sind es ebenfalls leid, dass Grenell die unethischen Beziehungen zum antisemitischen, massenmörderischen iranischen Regime angreift. Die Reporter kritisierten Grenell für seine Aufforderung an die Deutschen, Geschäfte mit dem Iran einzustellen, wobei Deutschland eigentlich – wenn es irgendetwas aus seiner tyrannischen Vergangenheit gelernt haben will – eigentlich ein Vorreiter in solchen Dingen sein sollte. (…)

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