Demokraten und linke Juden führen in den USA eine Kampagne gegen religiöse jüdische Schulen, die ihnen als Hort des politischen Konservatismus und der Trump-Unterstützer gelten.  

  • Februar 7, 2019 – 2 Adar I 5779
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Von Daniel Greenfield

In einer Umfrage aus dem Jahr 2016 schlug Präsident Trump seine Gegenkandidatin Hillary Clinton mit 66 % gegen 22 % der Stimmen bei orthodoxen Juden. Das ist weniger überraschend als es aussieht. In New York ragen orthodoxe jüdische Viertel wie Inseln aus einem linksorientierten Meer. Mitt Romney beispielsweise gewann über 90 % der Stimmen in orthodoxen jüdischen Vierteln.

Traditionelle religiöse Überzeugungen sind bei Juden genauso mit konservativer Politik verbunden wie bei Christen. 60 % der Juden, die wöchentlich an religiösen Versammlungen teilnahmen, sprachen sich gegen Obama aus und solche, die es nicht taten, förderten ihn. Warum sind amerikanische Juden allgemein eher linksorientiert? Weil nur 11 % der amerikanischen Juden wöchentlich an Gottesdiensten teilnehmen. Damit liegen sie weit unter dem 40 %-Durchschnitt aller US-Bürger.

Nur 34 % der amerikanischen Juden sind sich sicher, dass sie selbst an Gott glauben. Woran aber glauben sie dann? Wenn sie nach ihrer Meinung gefragt werden, was es heiße, jüdisch zu sein, nennen 56 % soziale Gerechtigkeit, 42 % nennen Comedy und nur 19 % nennen etwas, das mit Religion zu tun hat. Im Vergleich dazu glauben 63 % der israelischen Juden „mit voller Überzeugung“ an Gott.

Letztes Jahr unterstützten 71 % der orthodoxen Juden Präsident Trump. Die Umfrage des Amerikanisch-Jüdischen Komitees kommentierte dieses Ergebnis ominös mit: „Wir haben die Zukunft gesehen und sie sieht orthodox aus.“

Das jüdische Establishment wachte plötzlich auf und hat festgestellt, dass die Mehrheit der jüdischen Kinder in New York orthodoxe Juden sind, und bereitet sich darauf vor diese „orthodoxe Zukunft“ zu bekämpfen. Wenn es diesen Kindern vergönnt ist, orthodox aufzuwachsen, dann wird das Ende der jüdischen Linken gekommen sein. Also machten sie sich über die Kinder her.

Das Bildungsministerium des Bundesstaates New York droht nun, jüdische Schulen zu schließen und Eltern der Fürsorge zu melden, wenn diese sich weigern, ihre Kinder auf die linken regierungsbetreuten Schulen zu schicken. Wie in der Sowjetunion wird die jüdische Erziehung eines Kindes als Kindesmisshandlung angesehen. Der Regierung wäre es erlaubt, Kinder ihren Eltern zu entreißen – wegen der Straftat einer jüdischen Erziehung.

Jüdische Schulen sind nicht die einzigen Opfer der Kampagnen des Bildungsestablishments. Katholische Schulen der Erzdiözese New York haben Erklärungen veröffentlicht, die besagen: „Der Leviathan hat seine Aufmerksamkeit nun auf die Religionsschulen hier in New York gerichtet; das deutliche Vorhaben: Sie sollen sich entweder den Autoritäten beugen, oder geschlossen werden.“

Junge Gesichter werden von Alt-Linken vorgeschickt
Das öffentliche Gesicht der Kampagne gegen jüdische Schule heißt YAFFED oder „Junge Advokaten für faire Bildung“. Seine Mitglieder geben an, aus orthodoxen Schulen zu kommen, deren armselige Bildung sie so wenig auf die wirkliche Welt vorbereitet hat, dass das einzige wozu sie fähig sind, eine Landesweite Kampagne ist, deren Presseveröffentlichungen von jedem großen Mediennetzwerk zitiert werden.
Wie beim „Marsch für unser Leben“ werden junge Gesichter benutzt, um die Agenda der alten Linken hinter einem Schleier zu verbergen.

Während Naftuli Moster, der Leiter von YAFFED, mit den Medien spricht und an Debatten teilnimmt, um den unglaublichen intellektuellen Nachteil desselben Schulsystems zu diskutieren, das Generationen von visionären Denkern und Genies hervorgebracht hat, ist Hannah Rothstein, eine nicht mehr ganz so „junge“ Baruch College-Professorin, die Präsidentin.

Hannah Rothstein arbeitet auch in der Leitung von „Footsteps“, einer Organisation, die daran arbeitet, orthodoxe Juden zu säkularisieren und sie zu einem unreligiösen Lebensstil zu verleiten. Sie ist eine Trump-Kritikerin und eine Obama-Förderin.
Sie hat Geld für Barack Obama, Nancy Pelosi, Al Franken, Beto O’Rourke und Cory Booker gespendet. Ihre wiederkehrenden Spenden von außerhalb des Staates – einige durch ActBlue – zeigen eine Frau, die eine leidenschaftliche Linke ist. Und die wachsende orthodoxe Bevölkerung stellt eine Gefahr für alles dar, was Rothstein bisher finanziert hat. (…)

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