April 2, 2015 – 13 Nisan 5775
Der Holocaust-Karikaturen-Wettbewerb

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Die Mullahs rufen die Zeichner der Welt bereits zum zweiten Mal  

Von Klaus Faber

In der Islamischen Republik Iran ist ein Wettbewerb für Holocaust-Karikaturen ausgeschrieben worden. Die Karikaturen sollen bis zum 1. April 2015 eingereicht werden. Großzügig dotierte Preise sind vorgesehen. Als „Thema“ der Karikatur wird im Ausschreibungstext die Gegenüberstellung oder Verbindung von Hitler und Netanjahu angegeben. Man sei nicht Antisemit und leugne auch den Holocaust nicht, habe aber wichtige Holocaust-Fragen, wie beispielsweise diejenige, weshalb der Westen Forschern und Historikern nicht erlaube, den Holocaust zu erörtern, wenn er doch für die Freiheit der Meinungsäußerung keine Begrenzung kenne. Außerdem sei man wegen anderer Holocaustfälle besorgt, wie über den „atomaren Holocaust“ sowie über „Holocaustereignisse im Irak, in Syrien und in Gaza“, so der Text weiter.
(…)

Es ist überhaupt ein politisches und mediales Märchen, mit dem iranischen Präsidenten Rohani sei nach Achmadinedschad ein ausgeprägt „moderater“ Politiker an die Macht gekommen. Der Karikaturenwettbewerb zum Holocaust stellt keine einmalige Entgleisung des Mullah-Regimes im Iran dar. Das Regime der Islamischen Republik Iran verletzt systematisch fundamentale Menschenrechte und Völkerrechtsprinzipien - und daran hat sich auch mit Rohani nichts geändert. Dazu gehört die Diskriminierung der Frauen, die Verfolgung von Homosexuellen, die Unterdrückung von religiösen, ethnischen und politischen Minderheiten sowie die ständige Androhung der Vernichtung Israels, gegen die sich die Regierung Israels immer wieder zur Wehr setzen muss. Auch die umfassende Terrorismusförderung, wie sie u. a. in der Unterstützung der antisemitischen Hisbollah-Terrororganisation sichtbar wird, verstößt gegen Völkerrechtsprinzipien. Mit über 700 Hinrichtungen im Jahr 2014 hat die Islamische Republik Iran zudem einen neuen Rekord im nach innen gerichteten Terror erreicht.

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