Juli 8, 2016 – 2 Tammuz 5776
Bremen als Hochburg des Hasses gegen Israel

In der Hansestadt gibt es viele Walter Hermanns

Von Monika Winter

Dass Bremen ein Hort des Antizionismus ist, hat sich bereits bis nach Israel durchgesprochen. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Bremen lud für den 1. Juni 2016 zu einem Vortrag „Zur Kritik Bremer Zustände. Israel-Obsessionen am Beispiel Arn Strohmeyers“ ein. Die Boykottaufrufe gegen israelische Waren, anti-israelische Mahnwachen vor dem Bremer Dom, selbsternannte „Wareninspekteure“ und anti-israelische Großdemonstrationen waren Inhalt des Vortrages, der deutliche Worte nicht vermissen ließ.

In der Januarausgabe der JÜDISCHEN RUNDSCHAU berichtete ich bereits von den selbsternannten „Wareninspektionstouren“ des BDS in Bremen und Bonn.
Bremen hat jedoch noch mehr Anti-israelisches zu bieten, z.B. die Aktionen des „Bremer Friedensforums“. Hier werden regelmäßige Aktivitäten angeboten, wie Ostermärsche und Mahnwachen, an die Atombombenabwürfe auf Hiroschima und Nagasaki wird jährlich erinnert.

Was sich für die Leser ehrenhaft anhören mag, wird jedoch zunichte gemacht durch die antiisraelischen Töne, Aggressionen und Aktivitäten des besagten „Friedesnforums“, wozu unter anderem die Nabka-Ausstellung und die Aktion „Stoppt den Krieg in Gaza“ gehören.

„Stoppt den Krieg in Gaza“ richtete sich (natürlich) nicht an die Hamas – sie richtete sich ausschließlich gegen Israel. Die Organisation „Friedensforum“ stellt nicht die Forderung, Gaza von der Hamas zu befreien, sondern die „Palästinenser“ von den Israelis.

Jeden Samstag finden in der Zeit von 11.30 bis 12.30 Uhr vor den Domtreppen in Bremen antiisraelische Demonstrationen statt. Dort stehen Akteure, die Druck auf Israel fordern und alle möglichen, überwiegend erfundenen Ungerechtigkeiten gegenüber „Palästina“ anprangern. Landkarten mit Grenzen, die keinesfalls der Realität entsprechen oder jemals entsprachen, werden den arglosen Vorbeigehenden gezeigt. Diese Aktion erinnert an die antiisraelische Aktion der „Klagemauer“ in Köln, an der Plakate vor den Pforten des Doms an einer Demonstrationswand ausgestellt und auf den Boden aufgeklebt waren. Wir erinnern uns an das antisemitische Bild des „kinderfressenden und dessen Blut trinkenden Juden“. In Köln finden glücklicherweise zurzeit keine solcher Aktionen statt, da der Betreiber zwischenzeitlich verstorben ist.

Im „Bremer Friedensforum“ sind unter anderem Angehörige der umbenannten SED, der ehemaligen DDR-Diktaturpartei „Die Linke“ tätig. Auffällig ist, dass wieder einmal ein Pastor im Ruhestand der evangelischen Kirche, nämlich Hartmut Drewes, als Mitherausgeber der Internetausgabe und seit 2010 als Pressesprecher der Organisation dient. Herr Drewes war 28 Jahre lang in der evangelischen Gemeinde Bremen-Oslebshausen tätig. Bemerkenswert, dass Ex-Pfarrer Drewes ebenfalls Mitglied der früher kirchen-unterdrückenden Partei „Die Linke“ alias SED ist sowie Vorstandsmitglied der „Marxistischen Abendschule“ und aktives Mitglied im „VVN – Bund der Antifaschisten“.

Sich selbst „Antifaschist“ zu nennen ist eine bekannte Methode, um mehr „Legitimation“ für Anti-Israel-Hetze zu erlangen.
Aktiv wurde die Gruppe bereits im November 2011 gegen einen Israeltag im Bremer Landesinstitut für Schule unter Schirmherrschaft des Bürgerschaftspräsidenten Christian Weber: Hartmut Drewes protestierte mit seiner Gesinnungsgenossin Annemarie Hildebrandt (Lehrerin im Ruhestand) vor Ort, weil nach Ansicht der beiden diese Veranstaltung unzulässig sei. Ihre Forderung hieß „Keine Propaganda in der Schule“. Die Leser der JÜDISCHEN RUNDSCHAU wissen jedoch, dass auf deutschen Schulen teilweise schon sehr lange Propaganda betrieben wird – nämlich durch anti-israelische Schulbücher.

Zu der Nabka-Ausstellung in der Zentralbibliothek Bremen, die in der Zeit vom 18. Februar bis 17. März 2015 stattfand, wurden jedoch sehrwohl mehrere Schulklassen eingeladen. Daran erkennt man die Doppelmoral derjenigen, die noch 2011 gegen „israelische Propaganda“ an Schulen wetterten.

Ich berichtete bereits im August 2015 in der JÜDISCHEN RUNDSCHAU, dass die angebliche Nabka zu den Mythen gehört, um den Zionismus in Verruf zu bringen. Im Gegenteil es gab eine Nabka der Juden.

Israel wird weiter existieren, allerdings werden auch antiisraelische Bewegungen weiter existieren. Pastoren im Ruhestand, die gegen Israel agieren, wird es sicherlich auch weiterhin geben. Aber auch wir von der JÜDISCHEN RUNDSCHAU sind da, um wahrheitsgemäß zu berichten, aufzuklären und um der Einseitigkeit gegenüber Israel etwas entgegenzusetzen.

Komplett zu lesen in der Druck- oder Onlineausgabe der Zeitung. Sie können die Zeitung „Jüdische Rundschau“ hier für 39 Euro im Papierform abonnieren oder hier ein Onlinezugang zu den 12 Ausgaben für 33 Euro kaufen.


Sie können auch diesen Artikel komplett lesen, wenn Sie die aktuelle Ausgabe der "Jüdischen Rundschau" hier online mit der Lieferung direkt an Sie per Post bestellen oder jetzt online für 3 Euro statt 3,70 Euro am Kiosk kaufen.

Brief an die Redaktion schreiben