März 5, 2015 – 14 Adar 5775
Ausweg aus einer ausweglosen Lage

image

Dem Thema des Holocausts haben sich bereits viele Regisseure gewidmet. Dabei entstanden zahlreiche Lang- und Kurzfilmarbeiten. Anfang 2015 wurde der Kurzspielfilm „Der Auftritt“ (Reg. Mikhail Uchitelev) fertiggestellt. Er erzählt von Opernsängern und ihren Schicksalen in den Jahren der deutschen Besatzung in Russland. Wir lernen zwei Hauptfiguren kennen: Gustav, den russlanddeutschen Theaterintendanten und Edith, eine jüdische Operndiva, die von Gustav im Theaterkeller versteckt gehalten wird. Vom ersten Bild an tauchen wir ein in eine angespannte Atmosphäre der Besatzungszeit, die mit jeder Filmsekunde immer stärker wird. Sobald aber Edith, die Hauptfigur, das Theater betritt, verändert sich das Tempo und die Atmosphäre rasch: satte kalte Farben des Todes verwandeln sich auf einmal in diffuse warme Lichtstrahlen des Theatersaals, laute Schussgeräusche verstummen. Genau dieser Kontrast wird bis zum Ende des Filmes aufrechterhalten, wenn die Welt der Grausamkeit in der Mordverherrlichung, die Welt des Theaters jedoch in der Rettung gipfelt. Tiefe Schatten, starke Kontraste erinnern an malerische Werke von Caravaggio. Der Frage, wieviel Wahres in dieser Geschichte steckt, sind wir zusammen mit dem Autor und Regisseur des Filmes, Mikhail Uchitelev, nachgegangen.

Das Gespräch führte Natalia Efendieva
Übersetzung Alexander Vexler

Komplett zu lesen in der Druck- oder Onlineausgabe der Zeitung. Sie können die Zeitung „Jüdische Rundschau“ hier für 39 Euro im Papierform abonnieren oder hier ein Onlinezugang zu den 12 Ausgaben für 33 Euro kaufen.


Sie können auch diesen Artikel komplett lesen, wenn Sie die aktuelle Ausgabe der "Jüdischen Rundschau" jetzt online für 3 Euro statt 3,70 Euro am Kiosk kaufen.

Brief an die Redaktion schreiben

Email This Page