April 2, 2015 – 13 Nisan 5775
Auch Köln bekommt bald ein Jüdisches Museum

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In Deutschland lebten Juden noch bevor Christen dort lebten  

Von Claudia Trache

Die Geschichte der Stadt Köln reicht über 2000 Jahre zurück, d.h. es lebten auf dem heutigen deutschen Staatsgebiet schon Juden bevor Christen hier lebten. Um 83 n. Chr. wird Colonia Claudia Ara Agrippinensium, wie Köln damals hieß, zur Hauptstadt der römischen Provinz Niedergermanien erhoben. An der rheinseitigen Stadtmauer entsteht der Palast des Stadthalters, das Praetorium. 1953, bei Ausschachtungsarbeiten für den Spanischen Bau beim historischen Rathaus, wurden Fundamente des Praetoriums freigelegt. Jüngere umfangreiche Grabungen an gleicher Stelle förderten zahlreiche Spuren jüdischen Lebens zu Tage. Die lange Geschichte der jüdischen Gemeinde in Köln, der ältesten Deutschlands und der ältesten überhaupt nördlich der Alpen, wird künftig ausführlich im Jüdischen Museum, an dem gerade gebaut wird, zu erleben sein. Das Museumsensemble „Archäologische Zone und Jüdisches Museum“ wird zum einen in einer unterirdischen Landschaft die 2000-jährige Geschichte Kölns von der Römerzeit, über das mittelalterliche Rathaus und das jüdische Viertel bis hin zu Resten des neuzeitlichen Stadtviertels, das bis zum Zweiten Weltkrieg vor dem Rathaus existierte, zeigen. Im darüber befindlichen Jüdischen Museum werden künftig zahlreiche Exponate der jüdischen Alltags- und Kulturgeschichte zu sehen sein.

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