Sogar das jüdischste Land Lateinamerikas knickt vor der BDS-Lobby ein  

Von Gerd Buurmann

Daniel Tregermann war vier Jahre alt, als er im Jahr 2014 von einer Mörsergranate getötet wurde, die vom Gazastreifen aus auf Israel abgefeuert worden war. Daniel liebte Fußball und war ein Fan von Lionel Messi. Ständig trug er ein Trikot der argentinischen Nationalmannschaft mit der Nummer von Messi.

Am 9. Juni 2018 hätte in Israel ein Freundschaftsspiel zwischen Israel und Argentinien stattfinden sollen. Daniel Tregermann hätte dieses Spiel gewiss gerne live gesehen. Leider wurde dieses Test-Länderspiel jedoch von argentinischer Seite abgesagt, nachdem es heftige Drohungen gegen die argentinische Nationalelf gegeben hatte.

Der „palästinensische“ Verbandspräsident Dschibril Radschub zum Beispiel hatte dazu aufgerufen, Trikots mit Messis Namen zu verbrennen, sollte es der Spieler wagen, in Israel zu spielen. Am 5. Juni 2018 kam es zudem zu lautstarken Protesten vor dem Trainingsquartier des Vizeweltmeisters in Barcelona, bei der argentinische Nationaltrikots gezeigt wurden, die in blutroter Farbe verschmiert waren. Radschub ist begeistert über die Absage und erklärt:

„Der Sport hat heute triumphiert, und Israel wurde durch die Absage des Spiels die Rote Karte vors Gesicht gehalten.“

Im Artikel 3 der Standard-Statuten des Weltfußballverbands FIFA steht:

„Jegliche Diskriminierung eines Landes, einer Einzelperson oder von Personengruppen aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion, Politik oder aus einem anderen Grund ist unter Androhung der Suspension und des Ausschlusses verboten.“

Es ist eine Schande, dass dieser Artikel regelmäßig keine Beachtung findet, wenn es um Israel geht. Bei der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft in Russland zum Beispiel wird der Iran teilnehmen. Im August 2017 schloss der iranische Fußballverband FFIRI zwei Nationalspieler aus der Auswahlmannschaft zur Fußballweltmeisterschaft aus, weil sie mit ihrem Klub, dem griechischen Erstligisten Panionios Athen, in der Europa-League-Qualifikation gegen das israelische Team Maccabi Tel Aviv gespielt hatten. Das iranische Sportministerium erklärte daraufhin, für den Spieler Masoud Shojaei, der bis zu dem Zeitpunkt Kapitän der Mannschaft war und dessen Mittelfeldkollegen Ehsan Haji Safi sei „kein Platz mehr“ im Auswahlteam, denn die beiden Spieler hätten „die rote Linie überschritten.“ Für den Iran ist die Diskriminierung Israels Staatsräson!

Der Dirigent der Staatskapelle
Wer im Iran friedlich mit Israelis oder Juden spielt, ist ein Verräter. Im August 2015 reiste Sigmar Gabriel zusammen mit der Staatskapelle Berlin nach Teheran, was einen handfesten Skandal auslöste. Der Sprecher des iranischen Kulturministeriums, Hossein Noushabadi, erklärte damals nämlich, dass es ein Problem mit dem Dirigenten gäbe, da er Jude und somit laut Noushabadi aufgrund seiner „Nationalität und Identität“ mit „Israel assoziiert“. Das Kulturministerium bot jedoch einen Kompromiss an:

„Das Symphonieorchester kann seinen Dirigenten austauschen und dann erneut um einen Auftritt in Teheran bitten. Nur unter diesen Umständen kann eine erneute Anfrage wieder untersucht werden.“

Aber zurück zum Fußball. Nicht nur der Iran hat Probleme mit Israel, auch andere Länder wollen die pure Existenz von Israelis nicht dulden. Im Januar 2017 flog der österreichische Verein FC Red Bull Salzburg ohne seinen israelischen Spieler Munas Dabbur ins Trainingslager in die Vereinigten Arabischen Emirate, da dem Spieler die Einreise in das Land aufgrund seiner Herkunft verweigert wurde. Der Verein schien nicht besonders betroffen von der Diskriminierung eines seiner Spieler gewesen zu sein, denn nach der Landung stand auf der Internetseite: „Die Roten Bullen sind gut gelaunt, gesund und munter mit ‚Sack und Pack‘ angekommen.“

Der Boykott trifft auch Moslems
Munas Dabbur gehörte offensichtlich nicht zum „Sack und Pack“ der Mannschaft, obwohl er bis zu dem Zeitpunkt in der Saison bereits zwei Tore in 15 Ligaspielen geschossen hat und somit seinen Beitrag dazu geleistet hat, dass der FC Red Bull Salzburg zu dem Zeitpunkt der Reise nur noch 2 Punkte von der Tabellenführung entfernt war. Dabei ist Munas Dabbur nicht mal Jude, sondern einer der zwanzig Prozent Muslime, die selbstverständliche und gleichberechtigte Israelis sind. (…)