Wer ergreift Partei für die Opfer rassistischer islamischer Gewalt?  

Von Angelika Barbe

Drei mutige Frauen haben sich in den vergangenen Monaten öffentlich zu Wort gemeldet und sich der Opfer islamischer Gewalt angenommen:
Sabatina James in der Sendung „Markus Lanz“, Necla Kelek im „Tacheles“-Interview bei „Deutschlandradio Kultur“ und Viola Roggenkamp im „Info-Radio“ des RBB.

Sabatina James war Muslima und ist zum Christentum übergetreten. Seitdem wird sie mit Morddrohungen verfolgt, weil von Muslimen eine Todes-Fatwa über sie verhängt wurde. Sie kann sich im demokratischen Deutschland nur mit Personenschutz bewegen, lebt seit zehn Jahren allein an verschiedenen Orten. Bisher hat sich kein muslimischer Verband für sie eingesetzt und gegen diese menschenverachtende islamische Praxis protestiert. Selbst Herr Kienzle, in der Sendung neben ihr sitzend, äußerte zynisch, was sie denn wolle – sie könne doch jetzt frei reden. Sabatina James fragte, ob unter Personenschutz leben zu müssen, Freiheit bedeute und warum Kienzle sich für die Täter und nicht für die Opfer einsetze.

Necla Kelek ist muslimische Soziologin, war Mitglied der Islamkonferenz, bis die islamischen Verbände sie aus diesem Gremium hinausdrängten, weil sie die fehlende Gleichberechtigung der Frauen im Islam auf die Tagesordnung der Konferenz setzen wollte.
Im Interview sagt sie, dass der muslimische Mann „von Allah wegen das Recht hat, über die Frau zu herrschen“, sie finde, „dass der Islam eine der rechtlosesten Religionen ist, was die Frauenrechte betrifft“… „die Frauen sind sogar in den Flüchtlingsunterkünften genauso rechtlos und dem Mann ausgeliefert wie auf der Flucht und wie vorher in den arabischen Staaten“. „Die Islamverbände in Deutschland bewachen den Islam, damit er so bleibt, wie die Herkunftsländer es wünschen.“ Zum Schluss betont sie, dass „der Islam keine Religion, sondern ein Regime“ sei – eine Ideologie also, ergänze ich – wie Kommunismus und Nationalsozialismus (siehe Hamed Abdel Samad).

Viola Roggenkamp, eine jüdisch-deutsche Schriftstellerin, kritisierte in dem Essay „Die Diktatur des Guten“ die deutsche Flüchtlingspolitik, der sie größenwahnsinnige Tendenzen bescheinigt. Sie fragt, warum die schwerreichen arabischen Länder keine Flüchtlinge aufnehmen. Und sie sorgt sich um das Schicksal vieler Christen unter den Flüchtlingen, die (nach sorgfältiger Recherche) in den deutschen Erstaufnahmelagern von den muslimischen Migranten „drangsaliert, verprügelt und um Geld erpresst werden“.

Seit längerem treibt mich die Frage um, was eigentlich der hier inflationär benutzte Begriff „Rassismus“ bedeutet. Der Theologe Richard Schröder definierte ihn folgendermaßen:
„Rassismus ist ein Überlegenheitsanspruch aufgrund biologischer Merkmale“.

Ende letzten Jahres war der der Politologe Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani Gast in der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Dresden und beantwortete Fragen zum Thema: „Welcher Islam passt zu Deutschland?“
El-Mafaalanis Eltern stammen aus Syrien, er ist sunnitischer Moslem, hat hier in Deutschland alle Bildungschancen genutzt und es zum Professor an der Fachhochschule Münster für Politische Soziologie gebracht.

Ich zitierte in der Fragestunde mit Herrn Professor El-Mafaalani die oben gebrauchte Definition des Rassismus-Begriffs von Richard Schröder. Dann führte ich aus, dass ich den Koran gelesen und die Behandlung der Frauen dort besonders untersucht habe:

„Frauen erben nur die Hälfte, ihre Aussage ist nur etwas wert, wenn Männer diese bestätigen, sie haben sich den Männern völlig unterzuordnen, sie müssen sich mit Neben-frauen abfinden, sie dürfen geschlagen und gesteinigt werden.
Sure 2, Vers 228 besagt, dass ‚die Männer eine Stufe über den Frauen stehen, denn Allah ist mächtig und weise‘. Sure 4, Vers 34 wiederholt ‚Die Männer stehen über den Frauen, weil Allah sie ausgezeichnet hat.‘ – und das alles, weil sie Frauen sind.“

Ich stellte fest: „Dann ist der Islam eine rassistische Ideologie!“
Zu meiner Überraschung und der von 130 Anwesenden bejahte El-Mafaalani meine Überlegung.

Da doch der „Kampf gegen den Rassismus“ laut Medien, Kirche und Politik intensiv geführt werden müsse, frage ich mich, wann er sich denn endlich auch gegen die rassistische Ideologie des Islam richtet.

Dabei fühle ich mich sowohl von der Politik als auch von der Amtskirche und ihren zahlreichen Wohlstandstheologen allein gelassen, die „Politik und Evangelium verwechseln“ (Militärpfarrer Ulrich Kronenberg).
Den Opfern hilft es nicht, wenn unter dem Mäntelchen der Menschenliebe alles vertuscht und verschwiegen wird. Nicht moralischer Rigorismus ist das Gebot der Stunde, sondern Wahrhaftigkeit.

Mein Großvater war einfacher Werkzeugmacher, hat aber mit großer Zivilcourage gegen die erste deutsche – die Nazi-Diktatur – gekämpft und einen hohen persönlichen Preis dafür gezahlt.
Ich habe Widerstand gegen die zweite deutsche – die kommunistische Diktatur – geleistet, bin dafür als „feindlich- negativ“ diffamiert, mit Bespitzelung, Berufsboykott bestraft worden und musste kommunistische Sippenhaft erleben, die auch die Kinder der Bürgerrechtler nicht verschonte. Ich möchte keine dritte Diktatur – nämlich eine islamische – auf deutschem Boden erleben müssen.

Haben unsere „Spitzenpolitiker“ wie Gabriel, Maas, Stegner, Roth – oder Landesbischof Bedford-Strohm – je eine Diktatur am eigenen Leib erduldet? Weiß der EKD-Ratsvorsitzende, der im Kuratorium des Forums für Islam in München mitwirkt, wie es Frauen geht, die lebenslang unter Diktatur und Rassismus zu leiden haben? Haben sie verfolgte Christen in Flüchtlingsheimen besucht und ihnen Schutz vor Muslimen angeboten oder begrenzen sie ihre zur Schau getragene Anteilnahme auf Moschee-Besuche?

Wer die Opfer rassistischer islamischer Gewalt ignoriert (Frauen, Christen, Juden – alle Andersgläubigen gelten als Ungläubige) und sich widerspruchslos der herrschenden „Diktatur des Guten“ beugt, der lädt Schuld auf sich wie im Dritten Reich gegenüber den Juden.

Angelika Barbe, MdB a.D., ist Biologin, Mitbegründerin der SPD in der DDR, und wurde als Bürgerrechtlerin vom SED-Parteigeheimdienst Stasi „operativ bearbeitet“. Sie verließ die SPD Ende der 90er Jahre aus Protest gegen deren Koalition mit der in „PDS“ umbenannten SED. Sie war Bundesvorstandsmitglied der UOKG (Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft) und ist heute für die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung tätig.

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